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20.09.2011

Freerider SUP Board Ratgeber - Inflatable SUP Boards 2012

Freerider SUP Board Ratgeber - Inflatable SUP Boards 2012
Inflatables (zu Deutsch: aufblasbare SUP Boards) haben den Vorteil, dass sie leicht zu verstauen und einfach zu transportieren sind. Das Packmaß ist vergleichbar mit dem eines großen Rucksacks. Damit sind aufblasbare Stand Up Paddling Boards für alle Stehpaddelfans mit wenig Platz in der Wohnung oder wenig Gepäckraum im Auto bestens geeignet. Geschützt in der kompakten Verpackung kann so das Stand Up Paddel – Board selbst bei Flugreisen mitgenommen werden und ist beliebt bei Yacht- und Bootsbesitzern.
Fragen zur Stabilität und zum Paddelverhalten von Inflatables / aufblasbaren SUP Boards beantworten wir im Folgenden gerne.
Woher bekommt das Inflatable seine Stabilität?
Die Stabilität wird durch 3 SUP Board Merkmale erreicht:
a) In einer PE Hülle sind Ober- und Unterseite des innenliegenden Hohlraums durch Nylonfäden in einem Abstand von ca. 5mm miteinander verbunden (Dropstitch Technologie). Beim Aufpumpen werden diese Nylonfäden gespannt und stützen sich gegenseitig bei punktuellem Druck sowie Verwindung in Längsrichtung.  Die Hohe Dichte an Nylonfäden bedingt eine hohe Stabilität sowohl in Längs- wie auch in Querrichtung.
b) Ein weiteres Merkmal für die Boardstabilität ist die Boardkante (Rail). Je robuster die Boardkante, desto stabiler das Board. Die Robustheit wird durch die Laminierung mehrerer Folienschichten übereinander erreicht.
c) Der Luftdruck liegt bei 15-20 psi bzw. 1-1,3 bar und liegt damit im Bereich des Luftdrucks eines Autoreifens. Je mehr Luftdruck, desto mehr Spannung auf den Fäden und desto stabiler das Board.

Für welchen Einsatz sind Inflatables besonders geeignet?
Aufblasbare SUP Boards sind gut geeignet für den Einsatz im Flachwasser (Flüsse, Stehgewässer). In der Welle ist es lediglich als Funsportgerät zu sehen, hat allerdings aufgrund der weichen Schale eine niedriger Verletzungsgefahr. Durch die äußerts robuste Schale sind Inflatables sehr geeignet für den Wildwassereinsatz. Das niedrige erhöht den Fun-Faktor für die ganze Familie.
Wie lange dauerte es, bis ein Inflatable ausgepackt und fertig aufgepumpt ist?
Das Auspacken geht sehr schnell. Das SUP Inflatable liegt zusammengerollt in der Tasche. Einfach ausrollen. Pumpe ans Ventil monieren und pumpen. Nach 5 Minuten bist du sicher fertig. Die Rekordzeiten von ein paar Spaßcontests liegen bei 30-40 Sekunden.
Wie schadensanfällig ist ein Inflatable?
Inflatables sind fast unkaputtbar. Selbst im Wildwasser halten sie Steinen und Felsen stand. Du kannst Inflatables mal vom Autodach fallen lassen und sogar mit dem Auto darüber fahren und es passiert nichts. Somit sind aufblasbare SUP Boards robuster als Glasfaser- bzw. Carbonlaminierte SUP Boards. Für einen guten und stabilen Stand auf dem Board sind die Oberdecks mit einer rutschfesten Schicht (EVA Schaum) laminiert.




Welche namhaften Hersteller gibt es und was sind die Besonderheiten der Modelle 2012?
Naish „Mana Air 4’’“ / Naish „Mana Air 6’’“
Die Bodenkurve des Naish Mana Air ist an der Spitze (Scoop) flach und bewirkt hohe Laufruhe, das Boardende (Rocker) ist rund und gewährt hohe Drehfreudigkeit. Mit dieser Form (Shape) ist das Naish Mana Air perfekt für den Flach- du Wildwasser Einsatz, in der Welle ist es nur sehr bedingt einsetzbar. Der Unterschied zwischen Mana Air 4‘‘ und Mana Air 6‘‘ liegt in der Dicke der Rails und damit im Gesamtvolumen der Boards.. Mehr Dicke bewirkt mehr Stabilität und höheren Auftrieb. Mit dem 6‘‘ ist Naish einzigartig und bietet damit ein Board für schwergewichigere Supper bzw. eine höher Kippstabilität für unruhiges Gewässer und ungeübtere SUP Paddler.
Das Naish Mana Air ist in der Länge 10‘0 erhältlich du hat eine Volumen von 230 Liter (6‘‘) bzw. 210 Liter (4‘‘)
Starboard „Astro“
Starboard bietet sein aufblasbares SUP Board „Astro“ in den drei Längen 11‘2, 10‘0, 9‘0.
Die Konstruktion ist geprägt durch eine vergleichsweise starke Biegung von Scoop und Rocker. Damit wird es sehr drehfreudig und ist äußerst spielerisch zu fahren (Flachwassertricks). Beingt ist es auch in der Welle steuerbar. Die Länge 11‘2 eignet sich als richtungsstabile Variante auch für den Flachwassereinsatz auf Seen.

Red Paddle Co “Red Air”
Das Inflatable von Red Paddel Co gibt es in 3 Längen: 9’4, 10’0 und 10’6. Auch hier gilt: Je länger desto breiter desto stabiler. Die kürzeren Modelle sollten nur von Frauen oder Kindern gepaddelt werden. Die meistverkaufte Länge ist 10‘6. Das Volumen des Red Air 10‘6 reicht auch für schwerere Paddler vollkommen. Bei der Form des Red Air fällt die starke Rundung des Scoop auf. Damit wird beim Red Air ein gewisses Maß an Wellen-Tauglichkeit erreicht. Doch Vorsicht: die Steuerung ist aufgrund der stark gerundeten Rails und der kurzen Kunstofffinnen nur sehr bedingt möglich. Der Rocker ist relativ flach gehalten, das führt zu einer guten Richtungsstabilität. Dennoch lässt sich das Heck leicht am Punkt drehen.

Hier ein kleines Video bei dem du die die Inflatables 2012 von Naish, Red Paddle und Starboard sehen kannst:
Peter Bartl paddelt das Naish Mana Air (gelbe Rail)
Der blonde Junge paddelt das Starboard „Astro“
Das Mädchen paddelt das Red Paddle Co „Red Air“
Das vierte Board im Bild ist das Inflatable von Airboard, ein in Bauart de anderen sehr ähnliches Board, dessen Geometrie durch deutlich mehr Breite und dem sehr flachen Scoopverlauf auffällt.


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